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Wie geht es eigentlich den “Helmuts” in der Krise?

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Mallorcas Straßenhändler – Wir haben nachgeschaut

Die einen mögen sie, die anderen machen sich über Sie lustig und die Nächsten finden Sie einfach nur nervig. Die Rede ist von den Straßenverkäufern in Palma und El Arenal. Normalerweise würden sich zu diesem Zeitpunkt der Saison rund 300 Senegalesen an der Playa de Palma tummeln. Egal ob Sonnenbrillen, Ledergürtel, Armbänder oder Uhren, die selbsternannten „Helmuts“ haben nahezu alles im Angebot.

Sie gehören für viele Urlauber schon genauso zum festen Inventar des „Ballermanns“, wie der Bierkönig, der Strand oder die vielen kleinen Currywurst Buden. Wie alle anderen Dienstleister im Tourismus Sektor, steht auch der Markt für die Straßenhändler still. Wie ergeht es Ihnen in der Zeit von Corona und wie lange kommen Sie ohne den Straßenhandel durch? Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Meist aus dem Senegal

Der Großteil der afrikanischen Straßenhändler kommt aus Küstenstädten des Senegal, wie Dakar, Saint Louis oder Zinguinchor. Über die Kanaren gelangen Sie zumeist über das Meer mit dem Boot nach Mallorca. Angekommen, werden Sie von der Gemeinschaft der Straßenhändler aufgefangen und bestmöglich ausgestattet. Die allerwenigsten gehören dabei einer kriminellen Organisation an. Vielmehr betreiben Sie den Handel, wie sie Ihn aus ihrer Heimat in Senegal gewohnt sind.

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Saisonarbeit

Ca. 30% von ihnen bieten sogar von November bis Februar ihre Ware auf den Straßen an. Die anderen verdienen in den Sommermonaten genügend, um auch im Winter über die Runden zu kommen. Ein Großteil der „Helmuts“ tritt nach der Saison im Oktober wieder den Heimweg an, um ähnlich wie alle offiziellen Saisonarbeiter im März wiederzukommen. Doch noch hat sich niemand von diesen auf den Weg zur Insel machen können.

Lebensumstände auf der Insel

Die Straßenhändler, die auf Mallorca geblieben sind, leben meist auf engstem Raum mit 4, 5 oder mehreren Händlern gemeinsam in kleinen Wohnungen. Hier sitzen Sie zum aktuellen Zeitpunkt fest und müssen versuchen den Lagerkoller bestmöglich zu meistern.

Dabei immer mit den Gedanken, wie lange das angesparte Geld aus den letzten Monaten noch zum Leben reicht. Geht man von Einnahmen von ca. 2.500 € je Sommermonat aus, klingt das zunächst recht viel. Allerdings senden die meisten Straßenhändler den Großteil Ihres verdienten Geldes zu ihren Familien in die Heimat und haben selbst kaum etwas angespart. Die Hoffnung auf eine Sommersaison 2020 ist groß. Ansonsten wird das Überleben für die Senegalesen auf Mallorca schwer und ein Großteil wird den Weg in die alte Heimat wieder einschlagen.

Respekt zollen

Die Hoffnung nach einem besseren Leben und dem großen Geld erfüllt sich ohnehin nur für die wenigsten. Jetzt obendrein noch mit finanziellen Problemen, fernab von den eigenen Familien, eingesperrt auf Mallorca zu sitzen, ist eine wohl unerträgliche Situation für die Straßenhändler. Wenn Mallorca die Türen wieder öffnet und man die Senegalesen wieder über die Straßen flitzen sieht, sollte sich ein jeder mal hinterfragen, ob man Sie nur abweisend wegschickt oder vielleicht doch die 2,50 € in eine „originale“ Sonnenbrille investiert.

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