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Über den Hass auf Heinz und Uschi

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Der Ton wird rauer,..wäre wohl aktuell noch untertrieben. Welch ein Grabenkampf und welch Spaltung innerhalb der illustren Mallorcafans! Schaut man sich auf den verschiedenen „Mallorca-Portalen“ in den Sozialen Netzwerken um, dann herrscht ein Ton, der einen die Schamesröte ins Gesicht treibt. „Fliegt nach Mallorca und verreckt dort“, „Fi.. euch doch alle ihr unsolidarischen A..löcher“. Das harmloseste dürfte noch „Ich kann es nicht verstehen, wie man jetzt nach Mallorca fliegen kann“ sein.

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Falsche Adressaten

Wer die Energie aufbringt, seinem Neid, seiner Missgunst und seiner Wut freien Lauf zu lassen, müsste gerechterweise einen anderen Adressaten finden, als Heinz und Uschi, die jetzt – wo sie völlig legal dürfen und es auch machen – nach Mallorca fliegen. Wie wäre es mit dem Adressaten des „Kapitalismus“? Es ist noch nicht lange her, da wurde ein 9 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für die Lufthansa geschnürt. 9 Milliarden!! Natürlich wird das gefeiert, indem man – jetzt, kurz vor der dritten Welle – Extraflüge nach Mallorca über die Tochter Eurowings anbietet. Denn Urlaubsflüge nach Mallorca sind wieder erlaubt (Ok, so richtig verboten waren sie nicht..aber wer wollte schon nach Rückkehr 10 Tage in Quarantäne?), und wo sie erlaubt sind, werden auch Urlaubsflüge angeboten. Und wenn sie angeboten werden, werden sie auch gebucht. Klingt logisch, ist es auch!

Paradoxum

Das Paradoxe ist nun, dass Heinz und Uschi all den Hass abbekommen. Und dies, obwohl vor der Entscheidung von Heinz und Uschi wichtige Entscheidungen der Regierung getroffen worden. Nämlich die, die Balearen von der Liste der Risikogebiet zu streichen. Und vorab wie erwähnt, die Lufthansa mit 9 Milliarden Euro auszustatten. Es wurde und wird ein Weg geebnet, der doch gerade danach schreit zu sagen „Los, ab in die Flieger“. Gleichzeitig erkennt aber die Regierung auch: „Hmm…ob das alles mal so klug war?“ Also wird man nicht müde zu betonen: „Wir bitte die Bevölkerung von nicht notwendigen Reisen abzusehen“ Na was denn nun?

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Ich entscheide

Und überhaupt, was heisst nach einem Jahr der Pandemie nicht notwendig? Wer entscheidet für den einzelnen Menschen, was notwendig ist und was nicht? In Zeiten von Homeoffice, Homeschooling, Verzicht, Existenzängsten, Kurzarbeit, psychischen Problemen, Sehnsüchten und all den Ungewissheiten, wann und wie diese unwirkliche Zeit beendet wird. Eventuell, aber nur eventuell, kann man vor diesen Gegebenheiten die Entstehung von Neid und Missgunst verstehen. Aber wie so üblich und doch gleichermaßen verkehrt, entlädt sich der ganze Frust auf dem Weg des geringsten Widerstandes. Und der heißt nun mal Heinz und Uschi, die ich bequem und ohne Anstrengung über Facebook, Instagram und Co. erreiche und die kurz davor sind, ein paar Tage in der Sonne auf der Insel zu verbringen

Freies Handeln

Nein, man muss jetzt nicht zwingend zur Insel! Ja, man darf aber zur Insel. Und wir gestehen jedem zu, so zu handeln, wie er das für richtig hält. Zumal alles auf der Insel dafür getan wird, Ansteckungen zu vermeiden. Das ein Restrisiko vorhanden ist, ist unbestritten. Aber ein deutliches höheres Risiko habe ich auch in den allermeisten deutschen Städten mit Inzidenzen von über 100, wenn ich mich dort durch die Menschenmenge bei Aldi, Lidl und Co. dränge

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