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Tourismus als Allheilmittel für Mallorca?

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Mallorcas trauriger Rekord

Steht Mallorca mit seinen Nachbarinseln im Vergleich zum spanischen Festland im Bereich der Corona-Fallzahlen hervorragend da, so halten die Balearen im Vergleich zum Rest Spaniens aber auch einen eher traurigen Rekord: in keiner anderen Region Spaniens ist die Auswirkung der Corona-Krise auf die Arbeitslosenzahlen so stark zu spüren wie auf den Balearen. Der Grund liegt auf der Hand.

Die Balearen leben nun mal sehr stark vom Tourismus, der bekanntermaßen aktuell nicht stattfindet. Im April 2020 stieg die Arbeitslosigkeit auf den Balearen um 62,1 Prozent im Vergleich zum Monat April 2019. Fast ein Drittel aller Beschäftigten wurde zeitweise entlassen (ERTE) oder arbeitet vorübergehend in Teilzeit.

Mann verzweifelt

Anstieg der Armut

Doch dies alles sind nur Zahlen. Zahlen, mit denen man sich beschäftigt. Statistiken. „Was geht mich das an“ ! Die Realität wird sein: Mallorca wird in eine sozialkritische Notlage geraten, wie sie es so wohl seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Es gab schon immer Menschen auf Mallorca, die morgens nicht wussten, was sie abends essen sollen. Vor 5 Jahren lag die Anzahl der Menschen auf Mallorca die in Armut leben bei 21%. Jetzt, kurz vor der Krise bei knapp 15%. Immer noch zu viel, für eine Insel, die jedes Jahr Rekordzahlen im Tourismus zu verbuchen hatte. Doch diese 15% steigen nun wieder sprunghaft an.

Rund 20.000 Menschen versorgen die „Tafeln“ auf Mallorca aktuell pro Woche und verteilen dabei 3 Tonnen Lebensmittel täglich. Ohne diese Unterstützungen würde der Mallorquiner schlichtweg verhungern. Bevor die Krise begann, waren rund 450 Menschen in den mallorquinischen Tafeln eingeschrieben. Aktuell liegt sie bei 5.500. Zu befürchten ist, dass die Zahl dann nochmal sprunghaft ansteigt, wenn die Menschen alle wieder auf die Straße dürfen.

Koffer

Ob ihr die Koffer nach Mallorca doch noch packen dürft, lest ihr hier.

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Tourismus als Allheilmittel?

Die Situation wird sich bessern, wenn der „Wirtschaftsmotor“ Tourismus wieder anläuft. Doch eines sollte allen bewusst sein. Der Tourismus ist kein Allheilmittel gegen soziale Not auf der Insel. Die Anzahl der Urlauber, die den ganzen Tag in ihrem All-Inclusiv Hotel bleiben und außerhalb kaum etwas ausgeben, wächst.

Auch die Menschen, die zu 100.000senden jedes Jahr mit den Kreuzfahrtschiffen in Palma anlegen, und wie die Heuschrecken durch die Gassen der Altstadt laufen, geben dort kaum Geld aus. Es ist ein Trugschluss zu behaupten, dass die in der Vergangenheit jedes Jahr gemeldeten Rekordzahlen an Urlaubern auf der Insel auch ein finanzieller Segen für die Bevölkerung Mallorcas sind. Es liegt an uns, wie wir unseren Urlaub dort verbringen. Raus aus den All-In-Hotels, raus auf die Insel, rein in die wunderbaren Restaurants, Cafes und Bars.

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