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Ballermann. Es bedarf keiner weiteren Worte. Jeder weiss was

Mythos Ballermann

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Es mag noch immer Menschen geben die beim Begriff „Ballermann“ ausschließlich an die Ausgeburt teutonisch, versoffener Kegelbrüder und exzessiver Polonaisen über Tische und Bänke denken. Wo sich wildfremde Menschen gegenseitig die Sangria-Eimer über den Kopf schütten und Erwin vom Club „Alle Neune“ seinen knallrot verbrannten dicken Bauch einzieht, um bei Gerda vom Nachbarstisch zu landen. Soweit der Mythos vergangener Tage.
Bildquelle: Mallorca247

Doch, was ist der „Ballermann“ überhaupt?

Es war Ende der 60er-Jahre. El Arenal hatte einen gewaltigen Aufschwung im Tourismus und Palma de Mallorca mit seinem Strandabschnitt Playa de Palma wurde zunehmend zu einem beliebten Urlaubsziel für deutsche Urlauber. Da musste man was machen. Den Urlaubern muss man ja was bieten können!
Also verwirklichten die mallorquinischen Küstenbehörden ein gewaltiges Projekt: Die gesamte „Playa“ wurde mit Palmen versehen, Straßenbeleuchtungen installiert und mit 10 Strandbuden von Can Pastilla bis S`Arenal ausgestattet. Schon damals entwickelte sich der „Balneario seis (6)“ zum Kultobjekt für Gerstensaft-Liebhaber. Er lag zentral gelegen gegenüber der meisten Hotels an der Playa, während es links und rechts um den „6er“ damals eher gemächlich zuging. Also traf man sich halt am 6er.

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Balne…Balne..bal..wat?

Und da sich schon damals der deutsche Durchschnittstourist schwer tat mit „Dos Cerveza por favor“ und unter der sengenden Sonne Mallorcas sowieso immer mehr getrunken als gegessen wurde, war so ein Name wie „Balneario seis“ spätestens ab dem Nachmittag ein nicht mehr auszusprechendes Wort. „Schön einen reinballern“ an der Bude, dass war es was man wollte. Und so wurde aus Balneario seis der „Ballermann 6“

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Der große Aufschrei

Doch dann ein Aufschrei, der bis in den letzten Winkel Wanne-Eickels zu hören war. Im Herbst 1993, an einem trüben Mittwoch, die Sommersaison war vorbei, rückten die Abrissbagger an. Die Strandbude „Ballermann 6“ an der Playa wurde an diesem Tag zu Schutt und Asche zertrümmert. Die alte Bude, ein weiß/orangefarbener Flachbau musste dem Fortschritt weichen. Fans des „Ballermann 6“ organisierten eine Unterschriftenaktion mit 10.000enden von Unterstützern und legten sie der Küstenbehörde vor. Doch es half alles nichts.

Genialer Trick

Es wurde nicht nur modernisiert, sondern es kamen auch 5 weitere Strandbuden hinzu. Und das war für den 6er ein Problem. Denn: es gab die zehn Balnearios, von „0“ in Can Pastilla bis „9“ in Arenal. Hätte man nun 5 weitere Strandbuden eingefügt, stünde der 6er nicht mehr dort, wo er heute seit Beginn steht, sondern er hätte sich verschoben. Unvorstellbar. Katastrophe! Was also tun?
Die Lösung war, dass man einfach die Reihenfolge umgekehrt hat. Nun war der erste Balneario in Can Pastilla nicht mehr der Balneario 0, sondern der 15er und die letzte Strandbude in S`Arenal nicht mehr die 9, sondern der 1er. Mit diesem Kniff gelang es, den Ballermann 6 dort stehen lassen zu können, wo er seit Anbeginn stand. Apropos „Ballermann“: dieser Schriftzug war nie an der Strandbude selber befestigt, sehr wohl aber auf einem Pfahl nebenan, den ein deutscher Bierlieferant samt Schild gesponsert hat.

Designer Objekte

Aus allen 15 kultigen Strandbuden sind mittlerweile neuere und moderne Designer-Objekte geworden, die als Symbol eines qualitätsbewussten Playa de Palma stehen sollen: Edelstahl, mit weit ausgreifenden Gitterdächern als Schattenspender und namentlich auf modern getrimmt. So heißt der „Ballermann 6“ heute offiziell „Beachclub Six“.

Öffnung anfang Juni

Der Mythos ist ungebrochen. Der „Ballermann 6“ ist wahrscheinlich weltweit ein Aushängeschild für freudigen und unbeschwerten Urlaub. Und zurück zur Frage: Wann öffnen die Balnearios? Das wissen wir tatsächlich nicht genau, gehen aber davon aus, dass es jetzt anfang Juni der Fall sein wird. Und dann sehen wir uns dort auf ein Sangria mit dem herrlichen Blick aufs Meer.

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