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Mallorca, schau hin, wo die Probleme liegen!

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Die volle Härte!

Irgendwie ist es auf Mallorca wie überall in der Gesellschaft und auf dem Planeten: Es geht nur um Vergleiche. Auf der Insel heisst das Thema: Tourismusbefürworter gegen „Touri go Home“-Bewegung, Ballermanntouristen gegen Finca-Golfplatz-Yachthafen-Urlauber. Dieses Jahr scheint es besonders eindeutig zu sein. Der „gemeine Ballermann-Touri“ bekommt die volle Härte der gewünschten Ausrichtung Mallorcas zu spüren und glaubt, er sei nicht erwünscht.

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Der „Ballermann-Tourist ist nicht das Problem“

Doch ist es wirklich er, der voller Freude, singend, tanzend und trinkend jeden Party-Schlagersong in den Spaßtempeln, verteilt auf 500 Metern an der Playa, mitgröhlen kann, der nicht erwünscht ist? Er, der voller Spaß und Gemeinschaft erfahrend an der Mauer sein San Miguel trinkt? Nein, Mallorcas Probleme liegen woanders.

Jedes Jahr die gleiche Sau

Man kann fast pünktlich zu jedem Saisonbeginn auf der Insel die Uhr nach stellen: Jedesmal aufs Neue heisst es, dass der „Massentourismus nicht mehr erwünscht ist, der Ballermann-Tourist schon dreimal nicht und das die Insel kurz vorm Kollaps stünde und aus allen Nähten platzt. Diese – sorry – Sau, wird jedes Jahr durchs Dorf gejagt. Und es sind auch jedesmal dieselben Stimmen die aufgerufen und medial zur Schau gestellt werden. Eine kleine Umweltbewegung fordert Obergrenzen bei den Touristenzahlen, Anwohnerbewegungen klagen über Sauftouristen und Senor Ferrer, Vorstand der Initiative „Palma Beach“, stimmt mit ein ins Klagelied. That´s it! Das ist so erwähnenswert wie die Nachricht, dass Köln sich großer Beliebtheit bei Touristen erfreut, was deren Einwohnern aber schon mal gehörig auf den Zeiger geht.

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Mallorca ohne Tourismus? Nada

Mallorca empfängt jährlich knapp 14 Millionen Urlauber, die tausende Residenten, die zur Insel hin und weg pendeln noch nicht eingerechnet. Es geistert die Zahl von 45% in den Medien, die aussagen, dass dies der Anteil am Touristen-Income ist. Tatsächlich dürfte die Insel zu rund 80 Prozent vom Tourismus und seinen unzähligen Unterbranchen leben. Wir lieben Mallorca als Ort und Fleckchen Erde und deren Einwohner viel zu sehr, als dass wir jetzt sagen würden was denn die Insel ohne den Tourismus wäre. Aber ein Versuch ist es wert: Eine ökonomische Brachlandschaft! Abgesehen von ein paar Oliven, Orangen und Lederwaren produziert Mallorca nichts, nada, niente.

Zurück zur Kernfrage

Ist es der Ballermann-Tourist, der nicht erwünscht ist? Nein. Dem Mallorquiner ist es herzlich schnuppe, ob ein im halbdelirium befindlicher Kegelverein morgens um 11:00 mit ner Polonaise am Balneario 6 vorbeizieht oder 6.000 Menschen einen Johnny Däpp im Bierkönig skandieren und diese nach 4 Tagen wieder weg sind.

Life-Style und Nobelurlaub als Problem

Die Probleme der Insel sind nicht die Spaß- und Pauschalurlauber, die einfach mal ein paar Tage in der Sonne sein wollen, sondern sie sind vielfältig. In erster Linie ist es das Problem der Mallorquiner, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Und dafür macht er nicht den „Spaßtouristen“ an der Playa verantwortlich, sondern den „Life-Style und Nobel-Urlauber“, der auf Grund Mallorcas Ausrichtung hin zu mehr Luxus und weniger „Proll“ nicht mehr in der Lage ist, Mieten zu zahlen. Denn das kleine, sandfarbige Häuschen in den kleinen hübschen Gassen Denias geht halt lieber für 1.500 EUR die Woche an den Touristen, statt für 900 EUR im Monat an den Mallorquiner. Und genauso verhält es sich auch in der Stadt Palmas selbst sowie in fast jedem Dörfchen Mallorcas.

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The Final Countdown

Und so war an einem heißen Sommerabend. Die Schönen und Reichen Touristen saßen in Palma beim Dinner und Prosecco und es marschierten Bewohner Palmas prozessionszugsartig durch die edlen Gassen. Frauen tragen schwarze Kleider. Die Männer trugen eine Sänfte mit einer selbstgebastelten Pappfigur. Es ist ihr Schutzheiliger, der sie vor Wohnungsnot bewahren soll. Eine Blaskapelle spielt dazu „The Final Countdown“. Amüsierte Gesichter bei den Damen und Herren in den Restaurants. Dann genervter. Denn die Botschaft kam an: Ihr wollt Urlaub, Ihr wollt Luxus, ihr nehmt uns unsere Häuser und Wohnungen – Aber wir sind auch noch da!

Mallorca: Ein Traum. Und so sollte es für alle traumhaft bleiben. Jeder wie er mag aber mit Rücksicht auf den Mallorquiner. Und wenn die „Ballermann-Fraktion“ auch mal ein Schild sehen sollte, auf dem steht „Touri go Home“, dann seid sicher: Ihr seid nicht gemeint.

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