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Keine Angst vor der 50

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Betrachtet man die Presse- und Medienlandschaft zum Thema: „Corona, Mallorca und einer Angst vor einer Reisewarnung“, dann kann einem da in der Tat Angst und Bange werden. Immer wieder wird als einziger Faktor die sogenannte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche“ genannt. Wir meinen: Schaut nicht nur auf die Corona-Kurve.

Betrachtet man die reinen Corona-Fallzahlen, dann erinnert sie ein wenig an die Neuinfizierten-Welle aus dem Frühjahr. Gestern, (12.8.) wurden 1.259 „aktive“ Fälle registriert. Exakt 739 mehr als noch in der Woche zuvor. Doch im Gesundheitsministerium der Balearen ist man entspannt. Zurecht!

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Mehr Tests

Der logischste Faktor: Mehr Tests, mehr positive Fälle. Das ist auf den Balearen nicht anders, als in Deutschland oder sonst auf der Welt. Aktuell werden allein im öffentlichen Gesundheitssystem der Balearen 2.000 PCR-Tests pro Tag gemacht. Deutlich mehr, als zu Spitzenzeiten der ersten Welle. Gut 600.000 Euro wurden in den vergangenen Wochen in den Kauf von mikrobiologischen Technologien gesteckt. Die aktuelle Testkapazität würde reichen, um bequem 10.000 Tests pro Tag durchzuführen.

Mehrheit symptomfrei

Mehr Tests, mehr positive Fälle, sichere Vorbeugung. Sprich, es gibt bei den meisten Betroffenen keinerlei Symptomerkennung, so dass sie ohne dem Wissen, positiv zu sein, als Virenträger andere Menschen hätten anstecken können. Generell ist die deutliche Mehrheit“ der „aktiven“ ­CoV19-Fälle auf den Balearen derzeit asymptomatisch zu betrachten. Das hat den Vorteil – und dies ist ein wesentlicher Punkt – dass es nicht zu Überlastungen im Gesundheitswesen der Balearen kommt. Aktuell befinden sich (Stand 12.08) auf den Intensivstationen der Krankenhäuser lediglich 14 CoV19-Patienten. Im April, zum Vergleich, waren es deutlich über 100 Patienten.

Infektionsherde unter Kontrolle

Die Nachverfolgung von Infektionsketten ist für alle Behörden, nicht nur auf den Balearen, eines der obersten Ziele, um unkontrollierte Ausbrüche zu vermeiden. Auf Mallorca gibt es laut Behörden keine Kette, die nicht nachverfolgt werden könne.

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Erstklassiges Gesundheitssystem

Positiv zu betrachten ist weiterhin die hohe Dichte an Gesundheitszentren pro Einwohner, die es so nur auf den Balearen gibt, und die generelle Bevölkerungsstruktur. Nur elf Prozent der Bevölkerung sind älter als 70. Verglichen mit dem Festland leben zudem weniger alte Menschen in Seniorenheimen.

Was sagt das Auswärtige Amt?

Sollte sich die Entwicklung der Neuinfizierten fortsetzen, wäre die Definition Berlins zur Einstufung als Risikogebiet mit verbundener Reisewarnung gegeben. Das würde bedeuten: Verpflichtender PCR-Test bei der Einreise nach Deutschland.
Die Einstufung zum „Risikogebiet“ wird gemeinsam vom Auswärtigen Amt, dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium getroffen. Eines der Kriterien: Gibt es mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.
Ja, das gibt es auf den Balearen. Am Dienstag (11.8.) gab es erstmals 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner: Am Mittwoch (12.8.) ­kamen die Balearen dann auf 67 Fälle pro 100.000 Einwohner.

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Alles unter Kontrolle

Doch auch unser Auswärtige Amt scheint diesen Faktor nicht als Einzigen zu betrachten. Es heißt seitens des AA: Dass bisher keine Reisewarnung ausgesprochen wurde liege daran, dass auf den Inseln ein Großteil der Fälle asymptomatisch sei und das Gesundheitssystem nicht zu kollabieren drohe. Ebenfalls ausschlaggebend sei die hohe Zahl an Tests und die Kontrolle der Infektionsherde. Man werde die Entwicklung aber genau beobachten.

Wir hoffen, dass die Zahlen trotz des ausgezeichneten Gesundheitssystemes auf den Balearen wieder sinken, so dass es für Berlins Behörden nicht mal den Ansatz mehr gibt, auf die Inseln zu schauen. Denn Mallorca hat es verdient, dass es nun ohne weitere Komplikationen weiter geht und sich alle an der wohl schönsten Insel der Welt erfreuen.

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