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„Illegale Party“ statt Malletrip, Lanxess-Arena oder Rockkonzert

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Im Stich gelassen

Die Musikbranche macht mobil gegen den Coronawahnsinn. Kaum eine andere Branche wird so hart in die Mangel genommen und im Stich gelassen.

Von der Politik vergessen, beantragen soloselbstständige Künstler zur Zeit in Massen Hartz4. Der Grund: Die Coronahilfe, die je nach Bundesland bei ca. 10.000€ liegt, darf unter anderem nur für die durch Selbständigkeit verursachte Kosten wie Miete von Geschäftsräumen, Leasing und Telefonie genutzt werden. Da Künstler in der Regel keine Büroräume anmieten, sondern alles in der Privatwohnung abwickeln und zudem oft mit dem Privat-Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, müssen diese jetzt „betteln“, damit sie irgendwie über die Runden kommen.

Wie es aktuell einem Bierkönig DJ ergeht, lest ihr hier.

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Autokinos

Die zahlreichen Autokinos, die aktuell überall aus dem Boden sprießen und vor drei bis vier Wochen noch eine willkommene Abwechslung zum heimischen Wohnzimmer boten, werden mittlerweile von den meisten „Partysuchenden“ schon wieder ignoriert. Es fehlt einfach die Nähe zum Künstler und dem restlichen Publikum. Selbst bekannte Künstler bekommen die Plätze nicht mehr voll und den Kleinen wurde diese Alternative sowieso aus Kostengründen von Anfang an verwehrt. Es verhält sich somit ähnlich wie überall. Wer groß ist, wird das irgendwie alles überstehen, die Kleinen gehen vor die Hunde.

„Groß gegen Klein“

Während bei der Lufthansa demzufolge der Staat einspringt, werden Künstler in die Illegalität getrieben. Das Ergebnis: Aktuell werden über Messengerdienste reihenweise „Illegale Parties“ organisiert. In Gärten, Kellern, stillgelegten Industrieanlagen und privaten Wohnzimmern.
Alle Zeichen stehen auf „Revolution“. Denn Künstler haben keine millionenschwere Lobby im Rücken wie die Automobil-, Pharma- oder Reiseindustrie. Aber sie haben soziale Medien wie Facebook und Instagram. Und sie gelten oft als Vorbild gerade für die jüngere Generation. Die „Kleinen“ machen bereits mobil, aber sollten die ersten „großen“ Künstler ihre Massen an Fans aktivieren, um ihrer Branche Solidarität zu zeigen, dann könnte ein Flächenbrand entstehen, der mehr Schaden verursachen wird als der Coronavirus selbst.

Wird die Politik endlich wach, dann sichert sich der Staat nicht nur die Kulturvielfalt, die übrigens auch systemrelevant ist, sondern verhindert zugleich einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen.

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