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Der nächste Schritt gegen den „Sauf Tourismus“

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Mallorcas Regierung sind alle Mittel recht, um den „Ballermann“ von der Insel zu verbannen

Was hat Mallorca nicht schon alles versucht, um den 200 Meter langen Küstenabschnitt zwischen Balneario 5 und Balneario 7 vom Sauftourismus zu befreien. Künstlich erzeugter Haialarm an der Playa, Schließung der Partymeilen und nun ein Anstieg des Meeresspiegels um die Playa komplett abbauen zu können.

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Haialarm

Erinnert ihr euch noch an die Schlagzeile: „Haie vor der Küste der Playa de Palma“. Auch hier griff die Inselregierung tief in die Trickkiste. Denn, diese Raubtiere der Weltmeere wurden von der Küstenwache weit draussen im offenen Meer eigenhändig gefangen, betäubt und dann zahlreich direkt an der Playa wieder ausgesetzt. Gefahr ging von ihnen nicht aus, da sie nur rumdümmpelten. Trotzdem zeigte die Aktion Wirkung. Zahlreiche Touristen suchten beim Anblick der Rückenflosse das Weite, verließen panisch die Insel und waren nicht mehr gesehen. Dennoch blieb der gewünschte große Erfolg aus. Es wurde weitergefeiert an der Playa.

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Der nächste Coup

Vielversprechender und Wirkungsvoll war da schon die Schließung der kompletten Bier- und Schinkenstraße. Es ist ruhig geworden an der Playa. Doch man befürchte, dass diese Maßnahme nicht lange halten wird, und spätestens im September die feierwütigen Party-People wieder durch die Straßen ziehen.

Ein weitreichender, langfristiger Plan muss her. Und dieser ist nun gefunden: Der Abbau der kompletten 1. und 2. Linie an der Playa. Alles muss weg…einfach alles: Die gesamten Straßenzüge samt Läden.. Aber wie soll man den Abbau begründen? Lange saß man in Palma im Regionalparlament zusammen und beriet sich bis in die Morgenstunden. Dann endlich, der perfekte Plan: Ein Anstieg des Meeresspiegels kommt auf die Playa zu. Exakt 1,50 Meter wird das Meer am Küstenabschnitt in den kommenden Monaten ansteigen.

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Ab zur westantarktischen Bucht

Auch hierfür musste die Küstenwache wieder herhalten. Man entsandte die komplette Flotte, bewaffnet mit Spitzhacke und Meißel, an die eisbedeckten Rändern der westantarktischen Bucht. Zwei Gletscher – der Pine-Island-Gletscher und sein Nachbar, der Thwaites-Gletscher – bilden eine Art Schutzwall, die das Inlandeis zurückhalten. Würde dieses Eis ins offene Meer gelangen, stiege der weltweite Meeresspiegel gewaltig an. Und genau das ist der Plan der mallorquinischen Regierung. Um aber zu verhindern, dass überall auf der Welt die Küsten überflutet werden – man möchte ja nicht Schuld an der Vernichtung weltweiter Strände und Strandpromenaden sein, sondern nur die Playa überfluten – wurde auf der Strecke zwischen der westantarktischen Bucht und der Playa aus Schwimmbojen eine Art „Wasserstraße“ für die Flutwelle errichtet.

Wassermassen auf dem Weg zur Playa

Dann machten sich die 100 Mitarbeiter der mallorquinischen Küstenwache an die Arbeit. Mit Hacke und schwerem Gerät ging es den beiden Gletschern an den Kragen. Gestern war es dann soweit.  Eine 310 Quadratkilometer große Eisfläche ist von der Gletscherfront abgebrochen. Eine Eismasse der Größe Münchens zerbrach in kleinere Eisberge und krachte ins Meer und der erhoffte Effekt trat ein: Das Wasser steigt, eine Welle entstand und ist bereits auf dem Weg zur Playa.

Das Aus für die Playa?

War es dass dann für die Playa? Wir glauben: Es wird auch hier wieder eine Möglichkeit geben. Weder die Wirte an der Playa, noch die Touristen, die seit Jahrzehnten eben diesen kleinen winzigen Teil Mallorcas ins Herz geschlossen haben lassen sich davon unterkriegen. Es wird weiter gehen: Ihr dürft schon mal die Wunderkerzen raus holen!

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