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Der Griff zur Flasche – Warum wir Mallorca zerstören

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Vorbild Mallorca – Und wie wir helfen können

Ein neuer, ein schöner Tag auf Mallorca beginnt. Weiße Strände, glasklares Wasser, blauer Himmel. Ein Paradies lädt uns ein und wir freuen uns darauf. Doch wer genau hinsieht, vernimmt, wie das Paradies ächzt und stöhnt und wie es allen zurufen möchte: „Stopp, bitte, ihr zerstört mich“. Es ist an der Zeit, auf die Insel zu hören. Und die Mallorquiner haben gehört.

Vorreiter Mallorca

Erst im letzten Dezember ging in Madrid der UN-Klimagipfel zu ende. Herausgekommen ist nicht viel. Doch Mallorca will sich davon nicht beirren lassen und geht nun eigene Wege. Die Insel möchte auf eigene Faust die Wende im Klima- und Umweltschutz einleiten und so zum Paradebeispiel für andere Regionen im Mittelmeerraum werden.

Hilflos im Mittelmeer

Mallorca ist nicht geschützt. Mallorca hat nicht den Schutz eines Festlandes. Eine Insel ist bedingt durch die geografische Lage mitten im Mittelmeer ein empfindliches Gebilde und befindet sich durch das Verhalten aller schlichtweg in Gefahr. Es kommt nicht von Ungefähr, dass es immer heftigere Unwetter auf Mallorca gibt. Vor einem Jahr starben 13 Menschen nach einem so noch nie dagewesenen starken Regenfall, der in dem Ort Sant Llorenç eine verheerende Schlammlawine auslöste. Und auch in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Überschwemmungen nach Starkregen.

Die unfassbare Flut von rund 1.000.000 Plastikwasserflaschen die täglich vornehmlich durch Touristen gekauft werden (mangels Alternative), die 100.000 Leihwagen, die mit ihren Verbrennungsmotoren über die Insel knattern, die unzähligen Kreuzfahrtriesen, die in Palma am Hafen liegen und ihre schädlichen Rußpartikel tonnenweise in die mallorquinische Luft jagen, all das, hat der Insel zugesetzt. Zeit zu handeln. Und wir können helfen.

Kampf dem Plastik

Bereits im kommenden Jahr soll es dem Plastik an den Kragen gehen. Kaffeekapseln, Plastikgeschirr, Plastikstrohhalme alles wird verbannt. Tüten soll es dann nur aus kompostierbaren Materialien geben. Und auch in den Hotels dürfen dann keine Wasserflaschen aus Plastik mehr gereicht werden. Rund um Palma und an der Playa de Palma gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Trinkwasserstationen – sogenannten Refill-Stationen – der Organisation „Cleanwave“. Ihr habt Durst, ihr braucht Trinkwasser? Einfach kostenlos eure wiederverwendbare Wasserflasche an der Station auffüllen. Läden (Bars, Restaurants, Einzelhandel, Yogastudios, Büros), die die Trinkwasserstationen für euch anbieten, sind mit einem Aufkleber „Cleanwave“ gekennzeichnet. Auch eine App von „Cleanwave“ zeigt euch auf eurem Handy die nächstgelegene Refill-Station. Ein toller erster Schritt, wie wir alle gemeinsam schon jetzt den Verbrauch an Plastikwasserflaschen reduzieren können.

Mallorquinische E-Mobilität

Ab 2025 dürfen keine neuen Dieselfahrzeuge mehr auf der Insel zugelassen werden und auch der Tourist darf mit seinem Dieselfahrzeug die Insel nicht mehr befahren. Bis 2035 sollen sämtliche „Verbrenner“ verschwunden sein, so dass nur noch E-Fahrzeuge die Insel befahren werden. Die Vorboten dafür sind unverkennbar: Unlängst wurde in Palma Spaniens größte Stromtankstelle errichtet. Dies ist ein Meilenstein auf Mallorcas Fahrt in eine grüne Mobilität. Weitere Ladestellen sollen Inselweit folgen und im Abstand von 20 km für jeden erreichbar sein. Die bedeutet eine Kapazität von rund 1000 Ladestationen.

Mallorcas Weg ist richtig. Mallorca wird den Kampf gegen den Müll und einem sauberen Klima gewinnen. Für sich und all seine Gäste. Helfen wir einfach mit!

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