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„Buhmann“ Partytourist

Asoziales Partypublikum am Ballermann

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Mallorcas Tourismus läuft wieder an. Einhergehend damit kommen Tausende zurück. Zurück an die Playa de Palma – Den Ort, an dem seit Jahrzehnten ausgelassen gefeiert wurde. Nur ist diesmal alles anders. Ein Kommentar zur aktuellen Situation.
Bild von Freitag Abend
Bild Quelle: Mallorca247

Menschenansammlungen

Seit Tagen findet man ab ca. 23 Uhr dieselben Bilder an der Playa de Palma vor. Auf Höhe des Balneario 6 stehen große Menschenmassen beisammen, trinken oftmals und halten sich nur seltenst an Abstands- und Maskenregeln. Bilder die an vergangene Tage erinnern. Die Polizei versucht dabei Nacht für Nacht die Menschenmassen auseinander zu treiben.

Mediengier

Ein kleines Stück weiter auf Höhe des Balneario 7 und 8 warten einschlägige Medienvertreter, um die besten Bilder und Videos der Geschehnisse zu erhaschen. Die Frage nach dem „Warum“ stellt sich jedoch kaum ein Journalist, stattdessen wird auf die „asozialen“ Ballermann/ Sauftouristen draufgehauen. Schließlich bringt dies mehr Reichweite und damit mehr Quote.

Wir haben uns die Frage gestellt, wo diese „Promenadenpartys“ herrühren und einen anderen Blick auf die Geschehnisse gewagt:

Es ist Urlaub. Für viele der erste Moment seit Monaten, um wieder raus zu kommen. Raus aus dem grauen Deutschland, ab auf die Insel. Schnell noch einen PCR Test (von nun an nur noch ein Schnelltest) gemacht und ab geht es in den Flieger. Andere bleiben zuhause und treffen sich an einschlägigen Punkten in Innenstädten an Seen oder Parks. Nur sind die Bilder hier nicht so sensationell, wie wenn selbiges an der Playa de Palma passiert.

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Kein Infektionsgeschehen

Bilder die zunächst einmal „erschreckend“ sind. Infektionszahlen schießen hierdurch aktuell jedoch nicht in die Höhe. Im Gegenteil, die Zahlen bleiben stabil. Wahrscheinlich auch, weil an der frischen Luft kaum ein Infektionsgeschehen stattfindet, wie uns der Physiker Gerhard Scheuch bereits vor Monaten im Interview gesagt hatte. Wissenschaftliche Ansichten, die aktuell leider weder in deutscher noch in spanischer Politik große Berücksichtigung finden.
Viele Einheimische haben Angst, dass die balearische Regierung nun wieder reagieren könnte und Läden schließt. Eine verständliche Angst, bedenkt man die harten Monate, die die Insel hinter sich hat. Dabei muss man aber sagen, dass es nicht ausschließlich deutsche „Trinkgelage“ gibt, sondern oftmals auch Einheimische selbiges an verschiedenen Treffpunkten in Palma oder an verschiedenen Stränden machen. Ich will mich an dieser Stelle jedoch weiter auf die deutschen „Sauftouristen“ beziehen und weniger auf die Angst der Einheimischen.

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Warum?

Eine Angst die jedoch berechtigt ist. Schließlich sind diese Bilder richtig und ich möchte sie an dieser Stelle gar nicht schützen, sondern viel mehr hinterfragen: „Warum entstehen solche Treffen überhaupt und warum ist die Polizei relativ „machtlos?“ Die Antwort liegt in meinen Augen in den aktuell gültigen Regeln. Und bevor ihr euer Handy in die Hand nehmt und jetzt kommentiert „Warum muss man sich so verhalten,“ „so etwas würde ich nie tun,“ „Ihr macht nur wieder alles kaputt“ oder stärkeres Vokabular verwendet, hinterfragt euch selbst.

Hotelzimmer oder Playa?

Denn sind wir mal ganz ehrlich. Wenn auch du vielleicht gerade so deine letzte Mark aus dem Portemonnaie zusammengekratzt hast und dich auf den Urlaub freust, wie reagierst du, wenn das Restaurant in dem du sitzt um 17:00, 22:30, 23:00 oder nun um 24 Uhr schließen muss? Verschlägt es dich direkt in dein Hotelzimmer oder eher doch noch an die Playa?
Die vergangenen Monate hat es viele von euch, immer wieder an die Promenade gezogen. So wurde im April nach der Sperrstunde ab 17 Uhr, hier noch ein gemeinsames Bier getrunken, im Mai war es 22:30 Uhr und jetzt ist es 24:00 Uhr. Nur ist der Unterschied, dass es aktuell deutlich mehr Touristen an die Playa de Palma verschlägt als noch im April. Dementsprechend sind auch die Menschenmassen größer und die Bilder nicht mehr rechtens.

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Bars und Restaurants

In den Bars und Restaurants selbst, ist positiv zu bemerken, dass Hygiengekonzepte vorbildlich umgesetzt werden. Sei es in den gehobeneren Lokalitäten in der ersten Reihe oder im Bierkönig. Alle Gastronomen bemühen sich, sämtliche Regeln umzusetzen und keine Fehler zu begehen. Fehler die zumeist erst dann entstehen, wenn die Lokale schließen müssen und Touristen auf sich selbst gestellt sind.
Nach 3 Cuba Libre und 2 Gläsern Moet ist dann ganz egal ob 20 jähriger „Ballermann“ Sauftourist oder 50 Jahre alter Geschäftsmann. Nahezu jeder möchte den Abend ausklingen lassen und vergisst im angetrunkenen Zustand oftmals gültige Regeln. Regeln an die euch Gastronomen erinnert hätten, wenn sie weiter öffnen dürften.

Überdenkt die Sperrstunde!

Deshalb der dringende Appell an die balearische Regierung: Wenn es euch ansonsten auch so einfach fällt spezielle Regeln für die Playa de Palma zu entwerfen, wie wäre es mit einer verlängerten Sperrzeit für die Zone in El Arenal? Eine Regel die erstmal wie eine Lockerung aussieht, viel mehr aber die Touristen in Zaum hält. Touristen die die Insel braucht und die nächsten Monate weiter mit offenen Armen empfangen wird. Touristen die die Wirtschaft auf der schönsten Insel der Welt endlich wieder zum Laufen bringen.
Abschließend möchte ich betonen, dass es mir nicht darum geht die „illegalen Zusammenkünfte“ zu schützen oder gut zu reden. Ich möchte, dass sich jeder bevor er Kommentare in einschlägigen Netzwerken loswird, selbst hinterfragt. Wie würdest du im Urlaub oder an einem ganz normalen Samstagabend in der Kölner oder Münchener Innenstadt reagieren? Würdest du wirklich direkt um 23 Uhr ins Hotelzimmer gehen oder dir lieber einen anderen Punkt suchen, um die laue Sommernacht zu genießen? Einen anderen „Hot Spot,“ weil Restaurants und Bars coronabedingt geschlossen werden.

Gesetze und Regeln

Zusammenkommen ist in Ordnung, bedenkt trotz allem die aktuell gültigen Gesetze, wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Egal was ihr davon halten mögt, hat die spanische Regierung noch nicht gelockert und die Pandemie ist noch nicht final besiegt. Geht einfach ein Stückchen weiter, auch wenn euer Hotel nicht direkt in der Nähe ist und entzerrt die ganze Situation ein wenig. Und jetzt wünschen wir euch einen schönen Urlaub und hoffen, dass die balearische Regierung den in meinen Augen richtigen Weg einschlägt, nämlich Lokale geöffnet zu lassen und die Menschen von der „Straße“ zu holen.

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